Security System for Public Institutions in Disastrous Emergency scenaRios

 
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Praxispräsentation koelnmesse 22.10.2011 PDF Drucken E-Mail

Foto: Frank Reimann, LZPD

 

SPIDER Praxispräsentation

Vernetzte Rettung durch SPIDER


Wenn ein Unglück passiert, zählen Sekunden. Neben der Kompetenz und den Erfahrungen der Einsatzkräfte steht eine reibungslose Kommunikation zwischen den beteiligten Personen im Vordergrund. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt SPIDER untersuchte, wie diese vor allem für Großschadenslagen verbessert werden kann. Die zukunftsweisenden Ergebnisse wurden am 22. Oktober 2011 in der Koelnmesse anhand von realistischen Szenarien einem 200köpfigen Fachpublikum anschaulich präsentiert und auf Praxistauglichkeit getestet.

Fotos: Isabel Diener, DRK

Bei einem Flugzeugabsturz in die Koelnmesse befinden sich mehrere hundert Besucher auf dem Gelände. Ein Teil des Hallendaches stürzt ein, Feuer- und Rauch breitet sich aus, zahlreiche Personen sind verletzt und verschüttet. Unverletzt Betroffene versuchen aus der Halle zu fliehen, Angehörige werden vermisst, das Kommunikationsnetz bricht zusammen.

Nun beginnt für die Rettungskräfte die Herausforderung diese Fülle an Informationen zu erhalten, zu koordinieren und weiterzugeben. Bei Ausbreitung des Schadensszenarios müssen die Verschütteten unmittelbar geborgen und die Fliehenden zielgerecht aus der Gefahrenzone gelenkt werden. Anfahrtswege der nachrückenden Kräfte müssen bestimmt, Behandlungskapazitäten der Krankenhäuser abgefragt sowie Auskunft über Vermisste gegeben werden. Als Unterstützung dieser komplizierten Abstimmungsprozesse hat das Grundlagenforschungsprojekt SPIDER eine einzigartige standardisierte Schnittstelle entwickelt, die eine Vernetzung der beteiligten Akteure ermöglicht und somit wertvolle Zeit spart.

 

Bereits bei Alarmierung in der Messehalle können dank SPIDER relevante Informationen über die Lage und das Objekt direkt an die Leitstellen und Einsatzleitwagen übermittelt werden, sodass die Einsatzkräfte bereits vor Ankunft am Schadensort ihre Einsatztaktik planen können. Gleichzeitig lenkt die auf einer Personenstromsimulation basierende dynamische Entfluchtung die Fliehenden zielgerichtet aus dem Schadensgebiet. Die vor Ort erfassten Patientendaten müssen durch SPIDER nur jeweils einmal erfasst werden, können dann aber allen durch die Schnittstelle angeschlossenen Systemen zur Verfügung gestellt werden. Dies ermöglicht u. a. eine optimierte Lagedarstellung, einen Echtzeit-Nachweis in den Krankenhäusern sowie eine schnellere Auskunft über Vermisste aufgrund der gegenseitigen Unterstützung mit Informationen. Die Funktionalität wurde anhand der Praxispräsentation unter Beweis gestellt, Anfang nächsten Jahres sollen erste Pilotphasen in die Praxis überführt werden.

Fotos: Isabel Diener, DRK

 

SPIDER-Praxispräsentation

am 22. Oktober 2011

 

Den Flyer zur Veranstaltung können Sie hier über den folgenden Link laden: Veranstaltungsflyer.

 

An dieser Stelle finden Sie in Kürze einige Videomitschnitte der SPIDER-Praxispräsentation.

Fotos: Isabel Diener, DRK